Plakat Ausstellung Romy  Cinémathèque française

Das Filmmuseum in Paris, Cinémathèque de Française, zeigt noch bis zum 31. Juli 2022 die Sonderausstellung „Romy“.
Anlässlich des 40. Todestages der Schauspielerin sind in der Cinémathèque zahlreiche Kostüme, Plakate, Fotografien, seltene Archivaufnahmen, Interviews und Filmausschnitte … der Karriere von Romy Schneider ausgestellt.

Bekannt wurde Romy 1955 in der Rolle der Kaiserin von Österreich durch die Filme der Sissi Reihe, die wohl nahezu jeder schon einmal gesehen hat.

Intelligent und entschlossen verbrachte sie ihr Leben damit, ihr Schicksal zu überlisten, lebte frei und wählte ihre Liebschaften, ihre Männer und ihre Länder. Sie verließ Deutschland mitten im beruflichen Erfolg nach Sissi, im Herbst 1958, um dem noch wenig bekannten Alain Delon nach Paris zu folgen. Später nahm sie französische Staatsbürgerschaft an.

Wie Romy über sich selbst sagte:

In Wirklichkeit war ich einfach meiner Zeit voraus. Zu einer Zeit, als von der Befreiung der Frau noch keine Rede war, habe ich meine eigene Befreiung in Angriff genommen. Ich habe mein Schicksal selbst geschmiedet, und ich bereue es nicht.

Ich, Romy: Das Tagebuch von Romy Schneider

Als sie sich 1964 von Alain Delon trennte, wurde sie von Henri-Georges Clouzot für den Film „L’Enfer“ (Die Hölle) engagiert. Der Film wurde jedoch nie vollendet.

1969 drehte sie mit ihrem Ex-Ehemann Alain Delon in dem Film „Der Swimmingpool“ (la piscine) unter der Regie von Jacques Deray, der ein großer Kinoerfolg wurde.

Die Ausstellung zeigt auch, wie Romy Schneiders Karriere die Geschichte des Kinos ihrer Zeit geschrieben hat, die Geschichte der großen Filmemacher aus der ganzen Welt, Franzosen, Amerikaner, Italiener, Deutsche oder Österreicher.
Sie drehte mit den größten Regisseuren ihrer Zeit. Luchino Visconti, Orson Welles, Otto Preminger, Alain Cavalier, Henri-Georges Clouzot, Joseph Losey, Claude Sautet, Costa-Gavras, Claude Chabrol…

1976 erhielt ihren ersten „César“, den französischen Filmpreis, als Hauptdarstellerin in dem Film „Nachtblende“ (L’Important, c’est d’aimer) von Andrzej Żuławski.
Eine der gewagtesten Rollen von Romy Schneider. Als erfolglose Schauspielerin Nadine Chevalier die Softpornos dreht, um überleben zu können. Bei Dreharbeiten lernt sie im Film den Fotografen Servais Mont (gespielt von Fabio Testi) kennen, der sich sofort in sie verliebt. Nadine strebt aber nur eine sexuelle Beziehung an, da sie ihren impotenten und manisch-depressiven Mann Jacques Chevalier (gespielt von Jaques Dutronc) immer noch sehr liebt.


Es folgten viele weitere Filmpreise.

Romy wurde vom französischen, aber auch vom deutschen und italienischen Publikum geliebt und verehrt und war ein wahrer europäischer Filmstar.

Ausstellung „Romy“
Cinémathèque Française
51 rue de Bercy
75012 Paris
Métro : Bercy
Bis 31. 7. 2022
Montags, mittwochs, donnerstags und freitags 12:00 bis 19:00 Uhr
Samstags und sonntags 11:00 bis 20:00 Uhr
Geschlossen am 1. Mai
Eintritt: 12 €, Unter 18 Jahre 6 €

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Fotoausstellung in der Galerie de l’instant

Gleichzeitig findet in dem Pariser Marais Viertel in der Galerie de l’instant die Fotoausstellung „Romy, la Vie et le Cinéma“ statt.
In der Ausstellung sind sowohl Fotos, die während der Dreharbeiten zum Beispiel des Films „Das Schwimmbad“ von Philippe Le Tellier, als auch Aktfotos und Portraits von Fotografen wie Giancarlo Botti und Helga Kneidl zu sehen.
Der Fotograf François Gragnon der Agentur Magnum lichtete den deutsch-frzösischen Filmstar 1966 während der Filmfestspiele in Cannes ab.

„Romy, la Vie et le Cinéma“
bis 16. Mai 2022
La Galerie de l’Instant
46, rue de Poitou
75003 Paris
Métro : Saint Sébastien Froissard
Geöffnet montags von 14:00 bis 19:00 Uhr
Dienstags und samstags von 11:00 bis 19:00 Uhr
Sonntags von 14:30 bis 18:30 Uhr

Internetseite La Galerie de l’Instant