Ausstellung "Azzedine Alaïa, Arthur Elgort. En liberté" Fondation Azzedine Alaïa, Paris

Das kleine Museum, Fondation Azzedine Alaïa, im historischen Pariser Marais-Viertel, zeigt seit 23. Januar 2023 die Sonderausstellung „Azzedine Alaïa, Arthur Elgort. En liberté“ (auf Deutsch „Azzedine Alaïa, Arthur Elgort. in Freiheit“) mit Fotos des berühmten New Yorker Modefotografen Arthur Elgort.
Das Konzept der Ausstellung ist ähnlich der Ausstellung „Azzedine Alaïa, Peter Lindbergh, die im Jahr 2021 in den lichtdurchfluteten Räumen der Stiftung zu sehen war.
Die gleichzeitige Ausstellung von Kleidern und Outfits des 2017 verstorbenen berühmten Modemachers Azzedine Alaïa mit großformatigen Fotos von Fotografen, mit den denen der Designer bevorzugt zusammen arbeitete.

Die Foto- und Modeausstellung enthüllt zeitlose Bilder neben intimeren Aufnahmen ikonischer Stücke des Designers.


Der Werdegang der beiden Künstler ist ähnlich: Arthur Elgort wollte Maler werden, Azzedine Alaïa Bildhauer. Aber das Schicksal wollte es anders!

Der junge Azzedine war es leid, in der zweiten Reihe zu stehen, und beschloss in den 1950er Jahren, seine Heimat Tunesien zu verlassen, um sich in Paris niederzulassen.
Im Kontakt mit seinen privilegierten Kundinnen und den Schönheiten, die ihn umgaben, entdeckte er den weiblichen Körper als neues Medium und formte seinen Stil.
Auf ihrem Weg nach oben begegneten sich die beiden talentierten Designer schließlich in Paris. Azzedine Alaïa fühlt sich besonders von Arthur Elgorts lässigem und zugleich strengem Stil angezogen.

Arthur Elgort

Arthur wurde 1940 in New York geboren.
Er besuchte die Stuyvesant High School und studierte anschließend Malerei am Hunter College.
Da ihm die Einsamkeit der Malerei nicht gefiel, entschied er sich für die Fotografie und entdeckte schnell sein Talent durch seine erste Polaroid-Kamera, in den 1960er Jahren, die er in einem New Yorker Geschäft kaufte.
Kurz darauf debütierte er 1971 in der englischen Vogue.
Schon mit seinem ersten Shooting erregte er Aufsehen und etablierte sich dauerhaft in der Welt der Modefotografie.

Danach wurde Elgort von Vogue USA-Chefredakteur Alexander Liberman entdeckt und arbeitete mit der Redakteurin Grace Coddington zusammen, um Fotostrecken für das Mode-Hochglanz-Magazin zu fotografieren.
Arthurs lockerer und spontaner Stil war wie ein frischer Wind in einer Welt, in der Studioaufnahmen mit statischen Models wie Schaufensterpuppen die Norm waren.
Arthur ermutigte seine Modelle, sich frei im Bild zu bewegen. Die Modelle, die er auswählt, sind lebendig, weniger geschminkt und nur durch das natürliche Licht, das er immer bevorzugt, hervorgehoben.
Seine Modefotos, die er oftmals auf den Straßen in der „wirklichen Welt“ fotografiert, spielen mit dem natürlichen Licht in natürlicher Umgebung.

Christy Turlington, New York City, 1987 © Arthur Elgort

Christy Turlington, New York City, 1987
Veronica Webb und Azzedine Alaïa, Paris, 1986 © Arthur Elgort

Veronica Webb und Azzedine Alaïa, Paris, 1986

In der Retrospektive sind Fotos der bekanntesten Topmodels der Epoche wie Naomi Campbell, Christy Turlington, Cindy Crawford, Linda Evangelista, Linda Spierings, Jeny Howarth, Janice Dickinson, Bonnie Berman, Veronica Webb, Frederique Van der Wal und Stephanie Seymour zu sehen.

Ausstellung „Azzedine Alaïa, Arthur Elgort. En liberté“

in der Fondation Azzedine Alaïa, Paris
bis 20. August 2023
täglich 11:00 bis 19:00 Uhr
Mehr Informationen zur Fondation Azzedine Alaïa, Eintritt, Adresse, Öffnungszeiten …

Ein Ausstellungskatalog erscheint im Januar 2023 auf Englisch und Französisch, als Co-Edition der Azzedine Alaïa & Damiani Foundation, 124 Seiten.
Preis 70 €

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